TREFZ GmbH: Funktionszeiten

Attraktiv durch flexible Arbeitszeiten – Umsetzung von Funktionszeiten

Die Trefz GmbH verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Präzisionsteilen und beschäftigt zurzeit rund 23 Mitarbeiter. Der Anspruch des Unternehmens: kurze Lieferzeiten und hohe Termintreue. Das in Cleebronn ansässige Unternehmen hat in der Region jedoch spürbare Konkurrenz im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte durch namhafte Unternehmen. Um hier wettbewerbsfähig zu bleiben, möchte das Unternehmen durch eine Anpassung der Arbeitszeiten seine Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen.

Problem: Überstunden

Trefz ließ sich daher in unserem Projekt beraten. Separate Interviews mit dem Geschäftsführer Uwe Trefz sowie mit Mitarbeitern lieferten Anhaltspunkte für eine Optimierung der Arbeitszeitregelungen. So hat die Arbeitszeitanalyse u.a. ergeben, dass die anhaltend positive Auftragslage zu vielen Überstunden führte:

  • Ein Abbau der Überstunden, die auf einem Arbeitszeitkonto gesammelt werden, war aufgrund der hohen Auslastung und der geringen Personaldecke nicht möglich.
  • Dem Wunsch der Mitarbeiter, Mehrarbeit durch Freizeit und nicht wie üblich finanziell auszugleichen, konnte somit nur schwer entsprochen werden.
  • Betriebswirtschaftlich spürbar zeigte sich zudem, dass die hohe Auslastung und der damit verbundene Zeitdruck die Fehlerrate und die notwendigen Nacharbeiten stark ansteigen ließen. 
     

Problem: Starres Schichtmodell

Die Mitarbeiter äußerten sich auch unzufrieden mit dem starren 2-Schichtbetrieb, der in wöchentlichem Rhythmus wechselte. Dieser ließ wenig Flexibilität für die Mitarbeiter und ihre privaten Bedürfnisse, individuell von der Schicht abweichende Arbeitszeiten mussten stets mit dem Unternehmensinhaber abgesprochen werden. Aber auch das Unternehmen war in seiner Personaleinsatzplanung eingeschränkt und konnte nur schwer auf die sich ändernde Auftragslage reagieren. Die Rückmeldung der Mitarbeiter, dass die Arbeitszeiten bislang wenig transparent und einheitlich geregelt seien und darüber Unzufriedenheit herrschte, war ein weiterer Auslöser für Firmeninhaber Uwe Trefz, das Arbeitszeitmodell konkret zu verändern.  

Lösung: Funktionszeiten

Aufbauend auf der Arbeitszeitanalyse erfolgte eine Arbeitszeitberatung bei Trefz. Nach umfangreichen Befragungen und Erhebungen, einigt man sich bei einem Workshop auf das Modell der Funktionszeit. Funktionszeiten sind bei Trefz möglich, da wichtige Flexibilitätsanforderungen erfüllt werden: Neben einem bereits bestehenden Arbeitszeitkonto lassen auch die kleineren Teamstrukturen und Abteilungsgrößen direkte Absprachen gut zu. Zudem ist das Team seit langem eingespielt. Mit diesen Argumenten konnte auch der Geschäftsführer die Belegschaft überzeugen. Diese hatte sich zunächst skeptisch geäußert, da das Modell von den Mitarbeitern bei der teaminternen Absprache mehr Eigenverantwortung erwartet.

Nach Einigung auf das Modell der Funktionszeiten wurde eine Arbeitszeitvereinbarung entworfen. Diese regelt auch alle bislang offenen Fragen wie Raucherpausen, Pausenverteilung, Nutzung der Stechuhr etc. einheitlich.
 

"Unsere Mitarbeiter werden seit der neuen Regelung viel besser eingesetzt, unsere Leute gehen darin auf. Hier hat sich zu meiner Überraschung eine sehr positive Eigendynamik entwickelt.“

Uwe Trefz, Geschäftsführer TREFZ GmbH

Fazit: Vorteile für beide Seiten

Mit dem neuen Arbeitszeitmodell werden die individuellen Arbeitszeiten der Mitarbeiter nur noch in der Abteilung mit Kollegen und dem Abteilungsleiter vereinbart. Die einzigen Kriterien hierfür sind von Seiten der Geschäftsführung die Erfüllung der Abteilungsfunktionen Lieferpünktlichkeit und Maschinenlaufzeit. Feste Arbeitszeiten und Schichtgruppen gehören seitdem der Vergangenheit an.

Die Beschäftigten entscheiden eigenverantwortlich, wann und wie lange sie gebraucht werden. Dadurch, dass gearbeitet wird, wenn es wirklich gebraucht wird, entstehen keine unnötigen Leerräume und mehr Spielraum für die Beschäftigten: Diese Zeit können Sie für private Interessen oder Verpflichtungen nutzen. Die Zufriedenheit und Motivation ist bereits deutlich angestiegen.

Insgesamt zeigt sich seit Einführung des Modells ein Anstieg der Produktivität und der Qualität: Durch die von nun an vorrangig durch Freizeit ausgeglichen Überstunden entfällt die zusätzliche finanzielle Vergütung. Der verbesserte Einsatz der Mitarbeiter je nach Kompetenz zeigt eine Qualitätsverbesserung, insbesondere durch die Vermeidung von Fehlern.

Das neue Arbeitszeitmodell bringt somit einen wirtschaftlichen Vorteil für das Unternehmen, aber auch eine Verbesserung in der Flexibilität für die Mitarbeiter. 

Das Praxisbeispiel mit weiteren Informationen können Sie sich auch als pdf Herunterladen: zum Praxisbeispiel TREFZ

Erfahrungen

Was sagen die Mitarbeiter zum neuen Modell? Das sagt Ihnen Michael Bodi!
>>> Zur Erfolgsgeschichte

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