1. Werkstatt "Nacht- und Schichtarbeit"

Am 28. Juni 2012 diskutierten 25 Expertinnen und Experten beim RKW Kompetenzzentrum in Eschborn darüber, welche Anforderungen die heutige Zeit an die Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit stellt. Dabei standen zwei betriebliche Beispiele mit unterschiedlichen Anforderungen im Vordergrund der Debatten.

Begrüßung

Ingra Freigang-Bauer, RKW Kompetenzzentrum, begrüßte die Teilnehmer der Werkstatt. Die Resonanz auf die Einladung zeige, wie wichtig das Thema noch heute ist. Es zeige aber auch, dass neue Entwicklungen gerade im Dienstleistungsbereich, die Interessen der Mitarbeiter und die Alterung der Belegschaft zu neuen Modellen führen müssen. Diese in kleinen Unternehmen umzusetzen, erfordert eine Abwägung der unterschiedlichen Interessen.

>>> Zum Vortrag: Begrüßung und Einführung

Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse

Frank Brenscheidt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stellte in seinem Beitrag die aktuellen arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse zur Nacht- und Schichtarbeit vor. Die Erkenntnisse zeigen, dass Beschäftigte in Schichtarbeit besonderen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt sind.
Daher wurden arbeitswissenschaftliche Empfehlungen ausgesprochen, die die gesundheitliche Belastungen so weit möglich reduzieren sollen.

>>> Zum Vortrag: Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse

Praxisbeispiele und Diskussionen

Herr Nöchel, Personalleiter bei der Hettich GmbH, stellte die aktuelle Situation in seinem Unternehmen dar: Abteilungen wie die Instandhaltung sind zwingend notwendig, um die Produktion rund um die Uhr laufen lassen zu können. Ein hohes Qualifikations- und Spezifizierungsniveau der Instandhalter macht es jedoch schwierig, für diese Abteilung das Schichtmodell auf Vollkonti umzustellen, da sonst die benötigten Fachkräfte möglicherweise nicht mehr zu halten oder zu rekrutieren sind.

Ein Praxisbeispiel aus dem Dienstleistungsbereich zeigte auf, wie schwierig die Arbeitszeitgestaltung wegen der starken Flexibilität im Logistikbereich geworden ist. Am Anfang des Tages ist nicht abzusehen, wie viele Aufträge im Laufe des Tages abgearbeitet werden müssen. Dies bedeutet für die Beschäftigten in der Spätschicht häufig Überstunden bis tief in die Nacht.

 

Praxisbeispiele

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