Familienfreundliche Arbeitszeiten

4. Arbeitszeit-Werkstatt am 10.12.2013

Am 10.12.2013 haben Unternehmer, Berater und Experten über die Gestaltung familienfreundlicher Arbeitszeiten in kleinen und mittleren Unternehmen diskutiert. 

Praxisbeispiele

Alexandra Düll, Kontext Architektur, und Manfred Habig, Edeka Märkte Habig, stellten ihre betrieblichen Ansätze zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf dar.

Die Beispiele verdeutlichten, dass es kleinen Unternehmen leichter als großen, individuelle Lösungen für die sehr unterschiedlichen Anforderungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu generieren. Die geringe Personaldecke birgt allerdings ein wirtschaftliches Risiko, sollte ein Mitarbeiter längere Zeit ausfallen.

Diskussion

Die anschließende Diskussion zeigte, dass das Thema „Familienfreundlichkeit“ viele Facetten beinhaltet, häufig als Begriff aber zu kurz greift. Alle Lösungen, die denkbar sind, müssen so ausgewogen sein, dass sich alle Mitarbeitergruppen wiederfinden können und niemand benachteiligt wird. Daher wurde dafür plädiert, nicht nur von familienfreundlichen sondern vielmehr von mitarbeiterorientierten Arbeitszeiten zu sprechen.

Insgesamt ist ein Trend dahin zu erkennen – dies bestärkt die begriffliche Diskussion – individuelle Lösungen für die verschiedenen Mitarbeiterinteressen zu finden. Hier haben kleine Unternehmen zwar Vorteile, da sie überschaubarer und Entscheidungswege kürzer sind; größere Unternehmen haben jedoch mehr Spielraum durch die größere Personaldecke. So kann es sich bei Familienfreundlichkeit oder Mitarbeiterorientierung aber auch nur darum handeln, die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in den politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen soweit wie möglich miteinander zu vereinbaren.

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Praxisbeispiele

Eine ausführliche Beschreibung des Arbeitszeitmodells der Edeka Märkte Habig finden Sie hier.