ZUFALL logistics group

– Arbeitszeitkonten erhöhen die Flexibilität –

Die ZUFALL logistics group ist ein international agierendes Unternehmen. Dabei versteht sich das nicht tarifgebundene Unternehmen als Dienstleister: Guter Service steht an erster Stelle. Zudem orientiert sich das Unternehmen an dem Leitsatz: Die Mitarbeiter sind das höchste Gut des Unternehmens.

Die betriebliche Ausgangslage

Bis 2001 waren die Arbeitszeiten bis zur Einführung eines Arbeitszeitkontos fest geregelt, feste Anfangs- und Endzeiten bei einer 40-Stundenwoche waren die Regel. Die Arbeitsaufgaben und -anforderungen unterscheiden sich jedoch sehr: So ist der Bereich Umschlag von einem kurzfristigen Tagesgeschäft geprägt; im Logistikbereich sind die Planungshorizonte länger und somit die Arbeitsaufgaben besser planbar. Die starren Arbeitszeiten konnten dies nicht ausgleichen.

Auch die Gestaltung der Dienstpläne war schwierig, da bei einem Dreischichtsystem und einer Arbeitszeit von acht Stunden keine Übergabezeiten eingeplant werden konnten. Diese sind jedoch dringend erforderlich, um die Aufgaben an die nächsten Mitarbeiter reibungslos und ohne Fehler weiterzugeben.

Überstunden: belastend und teuer

Durch die festen Arbeitszeiten konnte die benötigte betriebliche Flexibilität bei starken saisonalen Schwankungen häufig nur durch Überstunden erreicht werden. Diese wurden den Mitarbeitern durch Überstundenzuschläge finanziell ausgeglichen, was einen hohen Kostenpunkt für das Unternehmen bedeutete. Sie waren aber auch eine hohe Belastung für die Mitarbeiter, da ein zeitlicher Ausgleich – beispielsweise in wirtschaftlich ruhigeren Zeiten – fehlte.

Die geltenden Arbeitszeitregelungen erfüllten somit die Anforderungen des Betriebs und der Mitarbeiter nicht  mehr. Ziel einer Veränderung sollte es sein, die betriebliche Flexibilität aber auch die Flexibilität für die Mitarbeiter zu erhöhen.

Lösung: Einführung eines Arbeitszeitkontos

Um die Arbeitszeiten produktiver und flexibler, aber auch gesundheitsgerechter gestalten zu können, wurde gemeinsam zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat nach einer besseren Regelung gesucht. Die Lösung waren die Einführung eines Arbeitszeitkontos für alle Mitarbeiter, mit dem die unterschiedliche saisonale Auftragslage besser aufgefangen werden kann.

Über das Instrument Arbeitszeitkonto können Überstunden angesammelt und wieder abgebaut werden. Dabei gibt es keine Festlegung, wie viele Stunden das Konto im Plus oder Minus sein darf. Die Führungskräfte haben jedoch täglich „im Blick“, dass auch in den saisonalen Hochzeiten die gesetzliche Obergrenze von durchschnittlich 48 Stunden pro Woche nicht überschritten wird. In den wirtschaftlich schwächeren Zeiten kann dann die wöchentliche Arbeitszeit auch um einige Stunden reduziert werden.

Erfahrungen

Das Arbeitszeitkonto bietet dem Unternehmen die notwendige Flexibilität, um Personalkapazitäten an die saisonalen Schwankungen anpassen zu können, aber auch den Vorteil einer Kostenersparnis durch den Wegfall von Überstundenzuschlägen.

Die Mitarbeiter können die Überstunden nun durch Freizeit auszugleichen, was für die Gesundheit vorteilhafter ist als ein finanzieller Ausgleich. Auch ein früherer Feierabend oder ganze freie Tage sind möglich. Zurzeit liegt die Genehmigung jedoch noch im Ermessen des Abteilungsleiters.

Bislang konnte durch das Arbeitszeitkonto insbesondere die Flexibilität auf betrieblicher Seite erhöht werden. Um auch für die Mitarbeiter die Flexibilität noch weiter zu erhöhen, sollen die Möglichkeiten der flexiblen Zeiteinteilung und des Überstundenabbaus einheitlicher und transparenter gestaltet werden. Derzeit wird deshalb über eine neue bzw. erweiterte Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeit diskutiert.

Fazit

Für das Unternehmen ZUFALL sind und bleiben die Mitarbeiter das wichtigste Kapital. Um dieses Kapital zu halten und weitere Potenziale zu nutzen, werden Veränderungen an dem Arbeitszeitsystem zurzeit überprüft. Dazu gehört insbesondere der oben erwähnte Abschluss einer Betriebsvereinbarung, mit der das Arbeitszeitkonto einheitlicher und transparenter als bisher geregelt werden soll.

Weitere Informationen zur INSOFT AG und der Gestaltung der Arbeitszeit finden Sie in folgender pdf-Datei: zum Praxisbeispiel ZUFALL

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