INOSOFT AG: Vertrauensarbeitszeit

Work-Life-Balance und betriebliche Flexibilität durch Vertrauensarbeitszeit
bei der INOSOFT AG in Marburg.

Das Unternehmen

Die INOSOFT AG erarbeitet und betreut individuelle IT- und Software-Lösungen für Unternehmen aller Größen und Branchen.

Das Unternehmen hat sich 2009 erfolgreich einer Re-Auditierung des Audits Beruf & Familie® der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung unterzogen und damit bewiesen, dass es familienfreundliche Maßnahmen konsequent weiterentwickelt und pflegt.

Ein wichtiges Element dieser mitarbeiterorientierten Personalpolitik sind die flexible Arbeitszeitgestaltung und die Vertrauensarbeitszeit. Es werden verschiedene Beschäftigungsmodelle angeboten: Vollzeit, Teilzeit oder Jobsharing sind möglich. Auch flexible Teleheimarbeit kann realisiert werden.
 

„Flexible Arbeitszeitgestaltung und Vertrauensarbeitszeit sind für unser Unternehmen ungeheuer wichtig. Die Verantwortung der Mitarbeiter für ihre Arbeitsaufgaben und das gegenseitige Vertrauen darauf, dass jeder seine Arbeit gut erledigen will, gehören zu unserer Unternehmenskultur.“

Karin Batz, Vorstand Personal und Finanzen

Umsetzung der Vertrauensarbeitszeit bei INOSOFT

Die wöchentliche Arbeitszeit einer Vollzeit-Arbeitskraft beträgt 40 Stunden. Die Entwickler und Berater arbeiten meist gleichzeitig in verschiedenen Vorhaben und Projektteams. Es gibt keine Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeit. Die betrieblichen Regelungen zur Organisation und Dokumentation der Arbeitszeit sind jedoch im Handbuch Qualitätsmanagement beschrieben.

Drei wesentliche Elemente sind für ein gelungenes Modell notwendig:

  • Aufzeichnung der Arbeitszeit
  • Führung und Steuerung
  • Arbeitszeitkonten
     

INOSOFT führt daher Arbeitszeitkonten mit einem Ampelsystem. Ein Plus bis 49 Stunden ist ohne Absprachen möglich, ab 50 Plus-Stunden sollte in einem Gespräch mit dem Vorgesetzten geklärt werden, warum so viele Stunden aufgebaut wurden und wie diese wieder reduziert werden können. Der Ausgleich von Plusstunden kann durch Freizeitausgleich oder durch Auszahlung erfolgen. Für das Unternehmen ist der Weg der Auszahlung der unkomplizierteste, propagiert und bevorzugt wird allerdings aus Fürsorge der Freizeitausgleich. Falls ein Beschäftigter zusätzliche Plusstunden für einen längeren Urlaub oder Ähnliches ansparen möchte, ist dies nach Absprache möglich.

„Für mich persönlich hat eine gute Work-Life-Balance einen hohen Stellenwert; wir wissen, dass überdurchschnittliche Leistungen nur erbracht werden können, wenn das gesamte Umfeld stimmt. Wir achten sorgsam darauf, dass die Mitarbeiter nicht nur ihre Pausenzeiten einhalten und ihren Urlaub nehmen, sondern auch darauf, dass sich niemand vollends verausgabt.“

Karin Batz, Vorstand Personal und Finanzen

Fazit

Das Beispiel INOSOFT macht deutlich, dass flexible Arbeitszeitregelungen wie die Vertrauensarbeitszeit gleichermaßen vorteilhaft für Unternehmen und Beschäftigte sein können. Die INOSOFT AG ist ein überschaubares mittelständisches Unternehmen, in dem die Führungskräfte jeden Mitarbeiter persönlich kennen und dessen Kompetenzen einschätzen können. Formalisierte Führungsinstrumente werden hier nicht benötigt.

Bemerkenswert ist bei INOSOFT die Verbindung von Vertrauensarbeitszeit und Arbeitszeitkonten. Diese Kombination reduziert einige Risiken der Vertrauensarbeitszeit, beispielsweise unbezahlte Mehrarbeit der Beschäftigten. Größere und komplexere Organisationen koppeln Vertrauensarbeitszeit meist mit individuellen Ziel- oder Ergebnisvereinbarungen, deren Einhaltung von den Führungskräften überprüft werden muss und die bei den Beschäftigten nicht immer auf Zustimmung stoßen.

Weitere Informationen zur INSOFT AG und der Gestaltung der Arbeitszeit finden Sie in folgender pdf-Datei: zum Praxisbeispiel INOSOFT

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